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Restaurierung einer Jesus-Figur (Kruzifix)

Weitere Beispiele zur Restaurierung von Skulpturen finden Sie hier...

 

Restaurierung der Jesus-Figur

Abb. 1: fertige Restaurierung

Abb. 2: fehlende Glieder/Brüche

Abb. 3: Holzergänzungen

Abb. 4: Kartierung aller Schäden

 

Der zu restaurierende Corpus Christi stammt aus Österreich und wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gefertigt

 

Christus ist mit horizontal ausgebreiteten Armen, mit zu seiner rechten Seite gesenktem Kopf, parallel geführten Beinen und übereinander gelegten Füßen (Dreinageltypus) dargestellt.

 

Unter der Dornenkrone fallen die Haare teilweise freigeschnitzt auf den Rücken sowie zum rechten Arm herab. Der Gekreuzigte ist mit einem seitlich der Hüfte verknoteten Lendentuch bekleidet. Der geschnitzte Körper ist gut beobachtet und detailliert ausgearbeitet.    

 

Festigung der Holzbrüche an der Jesus Figur

 

Die Holzbrüche unterhalb der Kniegelenke wurden unter Verwendung von Glutinleim formschlüssig verleimt. Die Dübel an den Armen wurden entfernt, gereinigt und wieder eingesetzt. Die Verleimung der Arme wurde ebenfalls mit Glutinleim ausgeführt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Holzergänzungen Finger, Zehen und Lendentusch

 

Zunächst wurden die einzelnen Finger- und Fußglieder grob in Form vorgeschnitzt. Die so geschnitzten Holzrohlinge wurden mit PVAC-Leim an begradigte Bruchstellen der Hände/Füße geleimt. Die in Lindenholz gefertigten Holzrohlinge konnten nun mit dem Skalpell nachgeschnitzt werden

 

Reinigung der Oberflächen

 

Die Oberflächen wurden zunächst mit einem weichen Borstenpinsel und Druckluft von aufliegenden Verschmutzungen (Staub) befreit. Weitere aufliegende Verschmutzungen konnten mit einem weichen Akapad Trockenreinigungsschwamm (vormals Wishab) und einem Groomstick entfernt werden.

 

Retusche

 

Die Retusche der ergänzten Bereiche der Finger, Zehen und dem Lendentuch erfolgte mit Farbstoffbeizen/Aquarellfarben in mehreren lasierenden Schichten. Die farbliche Angleichung erfolgte in der Art, dass sie aus der Normaldistanz nicht auffällt. Um den Glanzgrad der Retusche zu harmonisieren und sie vor Abrieb zu schützen, wurde abschließend Transparentlack auf die retuschierten Stellen aufgebracht.    

 

© Mike Beer Restaurierung