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Computertomografie (CT) Restaurierung/Konservierung

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Die Computertomographie gibt eine Vielzahl von Röntgenaufnahmen wieder, welche aus verschiedenen Richtungen in Schichten aufgenommenen werden. Es kann hierdurch ein zwei- bis dreidimensionales Bild vom Objekt erzeugt werden.

 

Die Computertomographie war für die Beurteilung der Holz- Skulptur sehr gut nutzbar, da Schäden sichtbar wurden ohne das Kunstwerk zu beeinträchtigen.

 

Die Schnittbilder, die mit Hilfe der Computertomographie erstellt wurden, gaben unter anderem Auskunft über Material und Konstruktion.

 

 

 

 

Der erste Schnitt zeigt eine Schicht im oberen Kopfbereich Auf ihr ist deutlich die Schädigung durch den Holzwurm (gewöhnlicher Nagekäfer, anobium punctatum) zu erkennen. Diese Aufnahme ist insofern repräsentativ, als die Schädigungen durch den Insektenbefall nicht tief in die Skulptur eindringen und diese somit leicht von außen zu festigen sind. Zudem ist auf dieser Aufnahme, wie auch auf allen anderen Aufnahmen kein Insekt in den Fraßgängen erkennbar, was auf einen nicht mehr aktiven Befall hindeutet.

 

Der zweite Schnitt ist ebenfalls aus der Kopfpartie, jedoch ein Stück weiter unten. Anhand dieser Schicht lassen sich Spannungs-Risse am Rücken der Skulptur erläutern, denn wie man deutlich sieht wurde Holz aus der Mitte eines Stamms zum Schnitzen dieser Skulptur benutzt. Der Markkanal in der Mitte ist deutlich zu erkennen. Durch Trocknung und Schrumpfung des Holzes entstanden Spannungsrisse auf der Rückseite dieser Skulptur.

 

Der dritte Schnitt zeigt eine Schicht im Brustbereich die den eingesetzten Kopf im Inneren der Skulptur zeigt. Auch dieser Schnitt weist Spannungsrisse auf. Im Randbereich ist wiederum eine Schadstelle durch den Holzwurm sichtbar, welche wiederum nicht sehr tief ins Holz eindringt.

 

 

Der vierte ausgewählte Schnitt zeigt eine Schicht in Höhe des Bauches. Anhand dieser Aufnahme lassen sich die Spannungsrisse am Rücken und am Bauch erklären, da deutlich sichtbar ist, dass der Riss am Bauch wieder durch den nicht entfernten Kern zustande gekommen ist und der Riss am Rücken durch eine Verwirbelung im Holz entstanden ist. Zusätzlich kann man erkennen, dass seitlich jeweils schmale Holzteile angesetzt worden sind. Die runden erkennbaren Löcher zeugen wiederum von Holzwurmbefall.

 

© Mike Beer Restaurator